Kraftakt mit Folgen:
Wenn die Bizepssehne nachgibt.
Ein Bizepssehnenabriss ist eine plötzliche Verletzung, bei der die Sehne reißt, oft verursacht durch starke Belastung oder Trauma.
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Die Bizepssehne unter Belastung: Warum sie für die Armbewegung unerlässlich ist und wie Überlastung zu schmerzhaften Rissen führen kann.
Ein Bizepssehnenabriss ist eine schmerzhafte Verletzung, die mit einer erheblichen Bewegungseinschränkung im betroffenen Arm einhergeht. Besonders häufig tritt ein Riss der distalen Bizepssehne auf, die am Unterarmknochen (Speiche) verankert ist.
Ursachen und Entstehung
Der Abriss der unteren Bizepsverankerung entsteht meist durch eine akute Überbelastung, etwa beim plötzlichen Anheben schwerer Lasten oder durch eine abrupte Streckung gegen Widerstand. Auch direkte Traumata, wie ein starker Schlag auf den Arm oder tiefe Schnittverletzungen, können zum Riss der Sehne führen. Sportarten mit intensiven Zugbelastungen oder abrupte Bewegungen stellen ebenfalls ein erhöhtes Risiko dar.
Symptome und Diagnose
Ein Bizepssehnenabriss ist häufig mit einem lauten Knall verbunden, der den Moment des Risses kennzeichnet. Danach fällt sofort eine unnatürlich große Beule am Oberarm auf, da der Muskelbauch in Richtung des intakten Ansatzes zur Schulter hin verrutscht. Dies wird als „Popeye-Zeichen“ bezeichnet. Gleichzeitig treten eine spürbare Delle an der Sehnenverankerung und ein rasch entstehender Bluterguss auf.
Die Betroffenen sind in ihrer Armfunktion stark eingeschränkt: Eine Beugung des Ellenbogens oder eine Drehung des Unterarms (Supination) ist kaum oder gar nicht mehr möglich. In einigen Fällen kann ein Muskelriss jedoch auch schmerzlos ablaufen, was die Diagnose verzögern kann. Eine klinische Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT sichern die Diagnose.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie hängt von der individuellen Situation und den Anforderungen des Patienten ab. Bei älteren oder weniger aktiven Personen kann eine konservative Behandlung mit Physiotherapie ausreichend sein, um die Funktion des Arms weitgehend zu erhalten. Für sportlich aktive oder beruflich stark beanspruchte Personen wird jedoch meist eine operative Refixation der Sehne empfohlen. Hierbei wird die gerissene Sehne wieder an der Speiche befestigt, um die volle Funktionalität des Arms wiederherzustellen.
Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind entscheidend, um langfristige Einschränkungen und Kraftverluste zu vermeiden.
Weitere Beschwerden:
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Ein Bizepssehnenabriss kann oft bereits anhand der typischen Symptome erkannt werden. Die auffällige Muskelverlagerung („Popeye-Zeichen“), Schmerzen und Bewegungseinschränkungen liefern erste klare Hinweise. Zur Sicherung der Diagnose und zur Beurteilung des Sehnenzustands kommen bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder eine Kernspintomographie (MRT) zum Einsatz. Diese ermöglichen eine detaillierte Darstellung der Sehne und möglicher Begleitverletzungen.
Eine Röntgenuntersuchung wird in der Regel nur dann durchgeführt, wenn ein knöcherner Abrissanteil vermutet wird. Dies ist besonders relevant für die präoperative Planung, falls eine chirurgische Refixation erforderlich ist.
Ein Abriss der distalen Bizepssehne führt zu einem erheblichen Funktionsverlust, weshalb eine operative Behandlung in den meisten Fällen erforderlich ist. Ziel des Eingriffs ist es, die gerissene Sehne wieder sicher an der Speiche zu befestigen und so die normale Kraftübertragung des Muskels wiederherzustellen.
Hierfür stehen verschiedene Operationsmethoden zur Verfügung. Eine gängige Technik ist die Fixierung mit einem Nahtanker, der die Sehne stabil am Knochen verankert. Alternativ kann eine bioresorbierbare Schraube eingesetzt werden, die sich im Laufe der Zeit im Körper abbaut. Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte „Schlüsselloch“-Technik, bei der ein kleines Loch in den Knochen gefräst wird, um das Sehnenende darin sicher zu verknoten.
Die Wahl der Methode hängt von der individuellen Verletzungssituation und den anatomischen Gegebenheiten des Patienten ab. Durch die frühzeitige operative Versorgung lässt sich die Funktion des Arms in der Regel vollständig wiederherstellen.
Mitgliedschaften in Fachverbänden
Dr. med. Guido Laps ist als Spezialist für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in führenden Fachverbänden aktiv, um stets neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und bewährte Behandlungsmethoden in seine patientenorientierte Therapie einfließen zu lassen.


