Schritt für Schritt:
Wenn die Sehne ihre Kraft verliert.
Eine chronische Achillessehnenruptur entsteht durch unbehandelte Risse oder Verschleiß und führt zu anhaltendem Kraftverlust und eingeschränkter Beweglichkeit.

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Wenn die Achillessehne chronisch geschädigt ist: Ursachen, Symptome und moderne Behandlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Wiederherstellung der Funktion und Belastbarkeit
Ursachen und Entstehung einer chronischen Achillessehnenruptur
Eine chronische oder veraltete Achillessehnenruptur entsteht, wenn ein akuter Riss der Sehne nicht rechtzeitig erkannt oder angemessen behandelt wurde. Ebenso kann eine erneute Ruptur (Reruptur) nach einer Erstoperation oder konservativen Therapie auftreten. In einigen Fällen bleibt die Sehne zwar intakt, verliert jedoch ihre ursprüngliche Spannung, was zu einer eingeschränkten Kraftübertragung der Wadenmuskulatur auf den Fuß führt. Diese Verlängerung der Sehne (Elongation) kann funktionell einem Riss gleichgesetzt werden. Ein weiterer Faktor ist die Achillessehnen-Tendinose, eine degenerative Erkrankung, bei der die Sehne durch chronische Belastung oder Verschleiß verdickt und anfälliger für Verletzungen wird.
Risikofaktoren und Einflussfaktoren
Eine chronische Achillessehnenruptur oder Tendinose kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden, darunter:
- Hohe Belastungsintensität: Ständige Überlastung durch Sport oder intensive körperliche Betätigung
- Eingeschränkte Belastbarkeit: Stoffwechselstörungen, chronische Infekte oder bestimmte Medikamente (z. B. Kortison oder Antibiotika)
- Fehlbelastungen: Fußfehlstellungen, muskuläre Dysbalancen oder Gelenkprobleme
- Ungeeignetes Schuhwerk: Schlechte Dämpfung oder unzureichende Stabilität kann die Achillessehne zusätzlich belasten
Beschwerden und Symptome
Patienten mit einer chronischen Achillessehnenruptur berichten häufig von einer Kraft- und Funktionseinbuße beim Gehen, insbesondere beim Abrollen der Ferse oder im Zehenspitzenstand. Anders als beim akuten Riss ist die Sehnenkontinuität durch Vernarbungen oft scheinbar erhalten, sodass eine tastbare Lücke meist nicht vorhanden ist. Dennoch kann eine eingeschränkte Beweglichkeit, eine Verdickung der Sehne und anhaltende Schmerzen auf das Vorliegen einer chronischen Ruptur hindeuten.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung einer chronischen Achillessehnenruptur hängt von der Ausprägung der Schädigung ab. Konservative Methoden wie gezielte Physiotherapie, orthopädische Einlagen oder Stoßwellentherapie können bei milden Verlängerungen oder Tendinosen helfen. In fortgeschrittenen Fällen kann jedoch eine operative Rekonstruktion der Sehne notwendig sein, um die ursprüngliche Funktion wiederherzustellen.
Fazit
Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie sind entscheidend, um langfristige Einschränkungen durch eine chronische Achillessehnenruptur zu vermeiden. Sportler und aktive Menschen sollten auf erste Warnsignale wie Schmerzen und Funktionseinbußen achten, um eine Verschlechterung der Sehnenstruktur zu verhindern.
Weitere Beschwerden:
Werden Sie beschwerdefrei: Wir sind auf Krankheiten im Fuß- und Gelenkbereich spezialisiert.
Grundsätzlich können zwei Arten von Rekonstruktionstechniken unterschieden werden
- Rekonstruktionen mit eigenem Achillessehnengewebe wie z.B. die Umkehrplastik. Dabei wird ein Sehnenstreifen aus den oberen Sehnenanteilen gewonnen, nach unten geklappt und somit der Sehnendefekt überbrückt
- Rekonstruktionen mit anderen Sehnen z. B. der langen Großzehenbeugersehne.
- Letzten Endes ist die operative Therapie chronischer Achillessehnenrisse keine Standardtherapie und sollte immer individuell an den Patienten und den jeweiligen Befund angepasst werden.
Unmittelbar nach der Operation sollte bereits mit der Physiotherapie begonnenen werden. Gleichzeitig erfolgt die kurzzeitige Ruhigstellung durch eine individuell angefertigte vordere Unterschenkelgipsschiene in Spitzfußstellung sowie die Entlastung durch Unterarmgehstützen.
Nach ein bis zwei Wochen kann dann die zügige Vollbelastung ohne Unterarmgehstützen im Therapieschuh anschließen. Ab der sechsten postoperativen Woche schließen Kräftigungs- und Koordinationsübungen im Rahmen einer Erweiterten Ambulanten Physiotherapie (EAP) an.
Die Hauptaufgabe der Physiotherapeuten besteht darin, den Heilungsprozess zu unterstützen und die Rehabilitation zu optimieren. Unter Berücksichtigung der persönlichen Wünsche und sportlichen Ziele des Patienten wird ein individuelles Aufbauprogramm erarbeitet.
Eigenbluttherapie
ACP (autologes conditioniertes Plasma)
Der seit einigen Jahren auf dem Vormarsch befindliche orthobiologische Therapieansatz bietet vielversprechende Möglichkeiten. Die Therapie von Gewebsdefekten der Achillessehne, vor allem im schlecht durchbluteten mittleren Drittel, stellt eine große Herausforderung dar.
Die konservative Behandlung von Teilrissen mittels ACP verkürzt nicht nur die meist lange Heilungszeit, sondern führt auch zu einer funktionell guten Achillessehnenqualität.
EOT (Orthokin)
Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema Eigenbluttherapie und speziell zur nicht-operativen Behandlung von Teilrissen der Achillessehnen mit ACP.
Akupunktur
Hierbei werden bestimmte Akupunkturpunkte mit Nadeln stimuliert, um energetische Blockaden zu lösen. Der Energiefluss des Körpers wird angeregt und das Ungleichgewicht von Organsystemen wieder ausgeglichen.
Mitgliedschaften in Fachverbänden
Dr. med. Guido Laps ist als Spezialist für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in führenden Fachverbänden aktiv, um stets neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und bewährte Behandlungsmethoden in seine patientenorientierte Therapie einfließen zu lassen.


